Rückbau einer Altablagerung und Anlage einer Sekundäraue Knippertzbach MG- Genhodder

Der Schwalmverband baute mit der Stadt Mönchengladbach 2024/2025 eine ca. 5200 m² große und bis zu 2,5m hohe Altablagerung in der Aue des Knippertzbaches zurück, entsorgte das Material fachgerecht und renaturierte diesen Bereich zusammen mit einer benachbarten ca. 17.000 m² großen Grünlandfläche und dem Knippertzbach. Die Maßnahme liegt in einem FFH- und Vogelschutzgebiet.

Der ehemals 270 m lange Knippertzbach wurde in einem sehr flachen naturnahen Profil mit wechselnden Breiten und Tiefen sowie zahlreichen Gehölzstubben und Raubäumen in ein neues ca. 410 m langes Bett verlegt. Dazu wurden mehrere Schleifen in die flache Sekundäraue gelegt, die mehrmals im Jahr überflutet wird. Zudem wurden Artenschutzgewässer geschaffen, die den Wasserrückhalt in der Fläche und den Bodenwasserhaushalt stärken sowie wertvolle, teils wechselfeuchte, teils dauerhaft bespannte Habitate für Amphibien, Fische usw. bilden. So kann in den nächsten Jahren durch Sukzession eine naturnahe abwechslungsreiche Auenlandschaft entstehen mit zahlreichen aquatischen, semiterrestrischen und bruchwaldtypischen Lebensräumen.

Die Maßnahme realisiert mehrere FFH- und Vogelschutzgebietsziele und bietet nun eine sehr gute Voraussetzung für eine zukünftige Entwicklung ökologisch wertvoller, naturnaher Habitate in der Knippertzbachaue. Sie setzt die Ziele der WRRL um und dient der Stärkung der Klimaresilienz unserer Gewässer.

Finanziert wurde das Projekt zu 100 % von der Stadt Mönchengladbach. Die Planung, Bauausführung und Bauleitung führte der Schwalmverband durch. Die Altablagerung wurde von einem Entsorgungsunternehmen unter laufender fachgutachterlicher Begleitung zurückgebaut. Ein Tiefbauunternehmen mit Expertise in naturnahem Gewässerausbau legte die Sekundäraue an und gestaltete den neuen Knippertzbachverlauf.


 

 

Webdesign: komadesign.de