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Schwalm

Allgemeine Angaben

Gewässer-Nr. 284
Gewässerkennzahl 284
Fließgewässertyp (nach Wasserrahmenrichtlinie) Organisch geprägter Fluss des Tieflandes (LAWA Typ 12)
Größe des oberirdischen EZG 273 km²
Gewässerlänge 45 km
davon in Deutschland ca. 33 km
mittleres Fließgefälle 0,15 %
Zuflüsse 96
Stehende Gewässer im Gewässersystem 3

 

Lage und Verlauf


Die Schwalm liegt im Westen von Nordrhein-Westfalen und wird nach Süden vom Rur-Einzugs- gebiet sowie nach Norden und Osten vom Einzugsgebiet der Niers begrenzt. Die Maas bildet im Westen die Grenze der Schwalm- Niederung. Das Niederrheinische Tiefland stellt die naturräumliche Haupteinheit der durch den Rheinstrom geprägten Landschaft dar. In den Niederungen wechseln sich feuchte Sande mit flachgründigen Torfmooren ab. Auf den randlichen Niederterrassenflächen finden sich trockenere Sande. Der letzte Teilabschnitt des Unterlaufs der Schwalm und der Mündungsbereich in die Maas liegen in den Niederlanden.
Zwischen Erkelenz und Wegberg lagen die ehemaligen Quellläufe der Schwalm. In Folge des Braunkohleabbaus südlich des Schwalmeinzugsgebietes und der damit verbundenen Sümpfungsmaßnahmen sind diese trocken gefallen. Heute erfolgt die Quellschüttung im Bereich von Genhof durch künstliche Einleitung von Sümpfungswasser. Der Oberlauf der Schwalm, von der Quelle bis zur Mündung des Knippertzbaches in die Schwalm, verläuft von Süden nach Norden im Kreis Heinsberg. Im Mittellauf bildet die Schwalm von Südosten nach Nordwesten bis zum Hariksee die Grenze zwischen den Landkreisen Heinsberg und Viersen. Bis zum Auslauf des Hariksees auf der Höhe von Schwalmtal verläuft die Schwalm von Südosten nach Nordwesten durch den Landkreis Viersen. Im gesamten Unterlauf von Brüggen bis zur niederländischen Grenze fließt die Schwalm in westliche Richtung weiterhin durch den Kreis Viersen entlang der Ortschaften Brüggen und Elmpt. Die Länge der Schwalm auf deutschem Bundesgebiet beträgt ca. 33 km, insgesamt ist die Schwalm rund 45 km lang [1 Umsetzungsfahrplan].

Wesentliche Nebenflüsse

Gewässer Lauflänge [km] EZG [km²]
Elmpter Bach 3,79 16
Laarer Bach 3,74 k.A.
Kranenbach 6,69 22
Knippertzbach 9,46 49
Mühlenbach 13,31 26
Beeckbach 9,15 22

Wichtige Nebenflüsse der Schwalm sind:

 

 

 

Einzugsgebiet und Flächennutzung

Im Oberlauf durchfließt die Schwalm zunächst landwirtschaftlich genutzte Flächen sowie den Tüschenbroicher Wald. Nördlich des Tüschenbroicher Waldes durchläuft die Schwalm den urban geprägten Raum der Stadt Wegberg, wo auch der Beeckbach in die Schwalm mündet.
Im weiteren Verlauf schließen sich ausgedehnte, feuchtegeprägte Waldflächen an, welche die Aue der Schwalm nördlich der Stadt Wegberg bilden. Innerhalb dieses naturnahen Bereiches nordwestlich des Ortsteils Rickelrath münden sowohl der Mühlenbach als auch der Knippertzbach in die Schwalm. Die ausgedehnten Auwaldbereiche der Schwalm enden im Bereich von km 19+064 an der Querung des Schürenstegs. Die Nutzung des Schwalmumfeldes besteht ab hier zum überwiegenden Teil aus Grünlandnutzung und streckenweise Ackerflächen sowie angrenzende Hausgärten. Nördlich der Ortschaft Brempt unterhalb der Brempter Mühle ist die Schwalm durch das Wehr an der Mühlrather Mühle zum Hariksee aufgestaut. Dieser ehemals durch Torfstich entstandene See stellt heute einen Mittelpunkt der Freizeitnutzung des Erholungsgebiets Schwalm – Nette dar.
Unterhalb der Mühlrather Mühle, die den Abschluss des Hariksees bildet, quert der Laarer Bach in einer Verrohrung die   Schwalm, um dann parallel zur Schwalm durch den überwiegend durch feuchte Grünländereien geprägten Laarer Bruch zu verlaufen. Die Schwalm ist in diesem Bereich streckenweise eingedeicht. Innerhalb des Laarer Bruchs an der Borner Mühle mündet der Kranenbach in die Schwalm. Unterhalb des Laarer Bruches schließt sich die Gemeinde Brüggen mit der Brüggener Mühle an. An der westlichsten Grenze von Brüggen mündet der Elmpter Bach in den Laarer Bach und wenige hundert Meter weiter mündet dieser in die Schwalm. Im weiteren Verlauf der Schwalm nach Westen schließt sich auf über 2 km der renaturierte Bereich der Dilborner Benden mit seiner naturnahen Aue an. Unterhalb der Dilborner Benden bis zur niederländischen Grenze verläuft die Schwalm stark begradigt und eingetieft entlang diverser Torfstichseen durch das Naturschutzgebiet Elmpter Schwalmbruch.

Flächennutzung Nutzungsart Flächenanteil [%]
Siedlung 21
Acker / Grünland 42
Grünland 9
Wald 22

 

 

Naturschutz

Status Anzahl
Flora-Fauna- Habitate (FFH)/ Europäische Vogelschutzgbiete (SPA) 3
Naturschutzgebiete (NSG)/ Naturdenkmale (ND) 7
Landschaftsschutzgebiete (LSG) 4
Besonders geschützte Biotope 13

 

 

 

Anlagen

Rückhaltebecken und Stauanlagen

 

HRB Gewässer Stauraum gesamt [m³] Bemerkung
Hariksee Schwalm 77.260  
Brempter See Schwalm 249.200 Mühlenstau
Ölmühlenweiher Schloß Tüschenbroich Schwalm 13.100  
Schloßmühlenweiher Tüschenbroich Schwalm 44.650 natürliche Retention

 

 

 

 

 

 

 

Mühlen Gewässer Bemerkung
Tüschenbroicher Mühle Schwalm  -
Lüttelforster Mühle Schwalm FAA vorhanden
Pannenmühle Schwalm keinMühlenstau
Radermühle Schwalm kein Mühlenstau
Brempter Mühle Schwalm FAA vorhanden
Mühlrather Mühle Schwalm FAA vorhanden
Borner Mühle Schwalm FAA vorhanden
Brüggener Mühle Schwalm FAA vorhanden

 

 

 

 

 

 

Bedeutende Einleitungen

 

Art Gewässer Station Straße Profil
Kommunale Einleitung Schwalm 11+779 L372 Graben
Kommunale Einleitung Schwalm 17+226 L371 k.A.
Kommunale Einleitung Schwalm 22+810 L267 k.A.
Kommunale Einleitung Schwalm 22+819 L267 k.A.
Kommunale Einleitung Schwalm 32+002 K29 k.A.
Kommunale Einleitung Schwalm 32+852 L46 Rinne
Kommunale Einleitung Schwalm 32+879 L46 Rinne

 

 

 

Treibgut-, Geschiebe- und Sandfänge

An der Schwalm befinden sich keine Sandfänge

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